Winter – Hassliebe in der Großstadt!

Über Pfoten und Haut!

Einerseits ist der Winter meine Traumjahreszeit. Die frierende Kälte, die mich dazu bringt mich warm einzupacken. In einem warmen Pullover eingehüllt und den Schal bis zur Nasenspitze hochgezogen die kühle Luft genießen – ich liebe es.
Im Sonnenschein glitzern die Bäume und der Schnee knistert unter den Füßen. Schnee und Kälte könnten so schön sein. Nicht immer. Nicht überall.
Wenn der Winter beginnt, schreie ich meistens ganz schnell:“ Wann ist denn der Schnee auch endlich in Wien?!“  Wenn er dann da ist, bin ich auch bald wieder ganz ruhig und still.

Das wirklich ätzende am Winter in der Großstadt.

In den Städten und immer mehr kleinen Ortschaften wird mit dem Streusalz nicht gespart. Manchmal kommt es mir vor, als würden sie das Salz mit den extra großen Schubkarren auf den Gehsteig streuen. Einfach unnötig viel.
Salz ist ein aggressiver Gegner der Pfoten unserer Vierbeiner.
Es ätzt sich durch die Ballen und kann so zu Rissen und Entzündungen führen.

Was könnte den Pfoten helfen?

Aus der Großstadt aufs Land ziehen, wo kein Salz gestreut wird? Das wäre wohl doch etwas zu drastisch. Ideal wäre es Wege mit extremer Streusalzbelastung zu meiden. Ist das immer möglich? Könnte schwierig werden. 

Wir sollten also vorbeugend handeln!

Viele greifen auf spezielle wintertaugliche Hundeschuhe zurück.
Vorteil: Sie schirmen das Salz gänzlich ab. So kommt der Hund gar nicht erst damit in Berührung.
Nachteil: Nicht alle Hunde mögen es und laufen gar nicht erst los. Hier ist Training angesagt. Langsames positives Anlernen und eine Gewöhnungsphase sollten eingebaut werden. Also früh genug anfangen.

Für Hunde die Hundeschuhe gänzlich vermeiden, heißt es, die Pfoten gut vorzubereiten!

Vor dem Spaziergang:
1. Haare zwischen den Ballen kürzen! Ein Hundefrisör hilft hier sicher gerne, oder man versucht es vorsichtig selbst. Der große Vorteil liegt darin, dass sich  Salz und Schnee an den Haaren zwischen den Ballen gar nicht erst ansetzen können.
2. Mit einer guten Pfotensalbe einreiben. Bei Salben sollte darauf geachtet werden, dass sie abgeschleckt werden dürfen.

Nach dem Spaziergang:
Pfoten mit lauwarmen Wasser abspülen! Hunde werden sich instinktiv nach dem Spaziergang die Pfoten reinigen wollen. Vergessen wir auf das Abwaschen, schlecken sie das Salz von den Pfoten und nehmen es auf. Das ist auf lange Sicht nicht produktiv. Die Magenschleimhaut und der Verdauungstrakt können durch das Auftausalz gereizt werden.

Wer weiß denn schon genau, wie das Streusalz wirklich auf den Körper wirkt?

So machen wir es:

Unser tägliches Ritual:
1. Kontrolle ob die Ballen und Zwischenräume Wunden aufweisen.
2. Mit Hirschtalg einschmieren
3. Nach dem Spaziergang mit lauwarmen Wasser abwaschen
4. Pfotenmassage für eine gute Durchblutung
5. Einschmieren mit einem angesetzten Öl mit Ringelblume

Vorsicht:
Jede fettige Creme oder Öle könnten Pfotenspuren auf dem Wohnungsboden/Auto etc. hinterlassen. Uns stört es nicht, sollte jedoch beachtet werden.

Die Haut möchte als größtes Organ im Winter unterstützt werden!

Pfoten und ihre Haut zeigen deutlich wie anstrengend der Winter für eine ganz bestimmte Körperregion sein kann.  So ist es auch bei manchen Hunden mit der gesamten Körperhaut.
Einige Hunde entwickeln durch die trockene und vor allem kalte Luft und den immer wiederkehrenden Wechseln zwischen Wohnung und Spaziergängen, Hautschuppen. Die Haut wird trocken und fällt ab. Sie schuppt.

Wir müssen sie von innen unterstützen. Neben einer fundamentalen artgerechten Ernährung und einer ausreichenden Wasserzufuhr, gibt es ganz bestimmte Stoffe die von innen helfen.

Dazu gehören:
Nachtkerzenöl (eine Kur mit Nachtkerzenöl über 3-4Wochen hilft der Haut sich zu regenerieren)
Vit E  (verbessert das Feuchthaltevermögen der Haut)
Vit B (sorgt für die Ausbildung der schützenden Hornhaut und sorgt für das Nachwachsen der Hautzellen)
Zink (unterstützt Heilungsprozesse und ist für eine gesunde Haut essentiell)
Selen (schützt Zellen vor Angriffen)

Gerne werden auch Lachsöl und Eigelbe zur inneren Haar- und Hautpflege verwendet.

Pfotenpflege ist Teil der Hautpflege und sowohl von außen als auch von innen wichtig.
Passt auf eure Wauzis gut auf.

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